lüttIng 2019/2020

Abschlussveranstaltung im September 2020

Was für ein Jahr. Corona hat es auch unseren lüttIng Projekten schwer gemacht, nach Plan weiterzuarbeiten. Auch die große Abschlussveranstaltung konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. Doch wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Der Projektzeitraum wurde bis 31.12.2020 verlängert, sodass die teilnehmenden Schulen ihre Projekte fertig stellen können. Die Abschlussveranstaltung haben wir digital durchgeführt. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, unsere Schulen und ihre Projekte zu feiern. Besonders gefreut hat uns, dass wir Vertreterinnen der beiden lüttIng Initiatoren für einen Talk gewinnen konnten. Sehen Sie hier, warum Frau Dr. Jessica Bönsch (NORDMETALL Stiftung) und Frau Britta Kieke (Behörde für Schule und Berufsbildung) von lüttIng begeistert sind:

lüttIng Abschlussveranstaltung 2019/ 2020 – YouTube

Projektrückblick:

Lise-Meitner-Gymnasium

JERICHO – Entwicklung eines Teststandes zur Schallentwicklung und –dämmung von Innen- und Außenwandmodulen im Flugzeug

 

Am Lise-Meitner-Gymnasium werden im Rahmen der schon in der Mittelstufe eingerichteten mathematisch-naturwissenschaftlichen Profilklassen Technikprojekte in den Bereichen Musiktechnik, Luft und Fliegen und 3D-Druck durchgeführt. In Kooperation mit der TUHH und dem DLR_School_Lab sowie AIRBUS entstand im vergangenen Jahr die Idee, einen Schallteststand für das DLR_School_Lab zu bauen, der dann als Experimentierstand Schulklassen, die das Labor besuchen, zur Verfügung stehen soll. Dabei lässt sich das Knowhow am LMG im Bereich Synthesizer- und Tontechnik nutzen und es können die seit Jahren bestehenden Kooperationen gepflegt werden.

Der Schallteststand besteht aus einer Schallerzeugungs-/Lautsprechereinheit, einer Aufnahmeeinheit und Einschüben, in die beispielsweise zu testende Flugzeugwandelemente eingeschoben werden können. Diese drei Komponenten wurden in ein 15 cm dick schallisoliertes, rollbares Stagecase eingebaut und mit Anschlussbuchsen nach außen verkabelt. Die verschiedenen Dämmmaterialien wurden im Fachgroßhandel bezogen und selbst eingebaut. Der Lautsprecher wurde speziell hierfür dimensioniert und konstruiert, inklusive dem Löten der Frequenzweiche aus passend dimensionierten Komponenten. Computertechnik und ein modularer Synthesizer werden zur Schallgeneration und Auswertung eingesetzt

Im Projekt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgruppen nach einem selbst entwickelten Projektplan. Dabei wurden sie zeitweilig durch Mitarbeiter der TUHH unterstützt, zum Teil in den Werkstätten dort, zum Teil in unserer eigenen Werkstatt am LMG.

Der Teststand ist inzwischen fertiggestellt und wartet auf die feierliche Übergabe an das DLR_School_Lab, die stattfinden wird, sobald die Corona-Lage es zulässt.

Stadtteilschule Horn

School Speedster

Ziel des Projektes an der Stadtteilschule Horn war es mit den Schülerinnen und Schülern Elektrofahrzeuge in Spielzeuggröße zu konstruieren, die über eine automatische Steuerung verfügen (Steuerung über Mikrocontroller). Die Kooperationspartner waren hierbei die Ihlenfeldt & Berkefeld GmbH und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Bis zur Jurysitzung verlief das Projekt nach Plan. In Folge der Corona-Pandemie durften die Schülerinnen und Schüler nach Öffnung der Schulen nicht mehr jahrgangsübergreifend zusammenarbeiten. Die Verlängerung des Projektzeitraums konnte die Stadtteilschule Horn in einem verkleinerten Team nutzen, um die „Speedster“ zumindest so weit fertigzustellen, dass einfache Sensoreingaben von diesen interpretiert werden können. Sobald die Corona-Pandemie es wieder zulässt, wollen sich die Schülerinnen und Schüler aus dem Projekt weiter mit der Programmierung der „School Speedster“ beschäftigen. Da die Betreuung durch die Studierenden der HAW vor allem für das 3D-Design zu einem fortgeschrittenerem Projektzeitpunkt vorgesehen waren, musste auf diese aufgrund der Pandemie verzichtet werden.

Stadtteilschule Stübenhofer Weg

Der smarte Stübi – Kicker

Reparatur und Erweiterung eines defekten Tischkickers

Die Projektidee entstand spontan, als wir den zusammengebrochenen Kicker in unserer Werkstatt zur Demontage und anschließender Entsorgung vorfanden:

Beine  locker, Füße zerbrochen, Schäden am Gehäuse, fehlende Rohre, defekte Ballschalen, …

Wir beschlossen, ihn zu reparieren und „aufzumotzen“ mit

– zwei elektronischen Punktezählern (1x mit optischem Sensor, 1 x mit mechanischem Drucksensor)

– einer automatischen Toranzeige (10 Leuchtdioden) gesteuert von einem Mikroprozessor (Arduino)

– Austausch der Standard-Spielerköpfe gegen Köpfe von Schülern und Lehrern (3D- Scan und 3D-Druck)

Nützlich für die Planung der Arbeit war unser Kanban-Brett

Struensee Gymnasium

Smart-Homes mit dem Arduino bauen

In unserer Umgebung wird vieles immer smarter: der Fernseher ist schon lange mit dem Internet verbunden, Lichter lassen sich nach Stimmungslage und direkt vom Handy aus steuern, Heizenergie kann gespart werden, indem alle Systeme gut aufeinander und auf den eigenen Tagesrhythmus abgestimmt sind etc. etc. Aber wer weiß eigentlich wie diese ganzen Dinge funktionieren? Was steckt hinter der smarten Welt? Können wir auch selbst smarte Elemente erschaffen? Diesen Fragen wollte ein Wahlpflichtkurs des Struensee Gymnasiums nachgehen, mit dem Ziel ein eigenes Hausmodell mit möglichst viel smarten Elementen auszustatten.

Nach einem theoretischen Einstieg, ging es darum die Mikrocontroller (Arduinos) zu verstehen, stecken und programmieren zu lernen und ein eigenes Haus zu planen. Auf dem Weg musste Projektmanagement gelernt werden, damit die „Hausteams“ ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren und arbeitsteilig arbeiten können. Außerdem hatten wir die Chance einen Betrieb zu besuchen der Smart-Homes ausrüstet (Herford Elektronik). Im Januar wurden Hausmodelle gebaut und eine Zwischenpräsentation erstellt. Der entscheidende Schritt, die Umsetzung der Planung in den Hausmodellen, wurde dann leider durch den Lockdown verhindert. Aber der nächste Jahrgang steht schon in den Startlöchern und wird nun hoffentlich seine Häuser fertigstellen können.

Stadtteilschule Öjendorf

Technik und Metallhandwerk – Bau eines elektroangetriebenen Longboards

Gemeinsam mit den Kooperationspartner ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH wollte die Stadtteilschule Öjendorf ein elektroangetriebenes Longboard bauen. Hierfür wurden 6 Unterrichtsstunden wöchentlich angesetzt. Durch die Corona-Pandemie konnten leider nur 2 Unterrichtsstunden wöchentlich umgesetzt werden von denen teilweise welche ausfallen mussten. Dies hatte zur Folge, dass die Schülerinnen und Schüler die elektrischen Einheiten am Longboard nicht fertigstellen konnten. Nichtsdestotrotz konnten diese unterschiedliche Skateboard-Varianten erproben und erhielten einen Skateboard-Workshop. Weiterhin fertigten die Schülerinnen und Schüler mittels Skizzen und Entwürfen ein eigenes Longboard. Diese Logboards wurden später auch getestet und Fehler konnten behoben werden.